Startseite
Neu
Die Vorzüglichkeit des Triticale
Wert
Märkte und Preise
Nutzen
Neue Sorten
Erträge
Anbau
    Bedeutung im Anbau
    Empfehlungen
    Sorten
Wissen
Geschichte
Zukunft
Erntedank
Literatur
Kontakt
Impressum
Sitemap

Empfehlungen

Empfehlungen zum Anbau von Triticale



Nach oben


Triticale. Gesunder Feldbestand 



Nach oben


Anfangs war die fabelhafte Gesundheit der ersten Triticalesorten das überzeugendste Argument für den Triticaleanbau. Mit der größeren Verbreitung des Triticale haben sich im Laufe der Jahre spezifische Pathogene entwickelt, die die ursprünglichen Resistenzen bzw. Toleranzen gebrochen haben. Für die erfahrenen Züchter kam dies nicht überraschend und deshalb haben sie bei der stetigen Auslese in der Züchtung immer wieder großen Wert auf gesundes Zuchtmaterial gelegt und neue Sorten mit neuen Resistenzen entwickelt. So sind die heutigen Triticalesorten - wenn auch nicht mehr so überzeugend wie ganz zu Anfang - in Relation zu anderen Getreidearten erheblich geringer anfällig für Krankheiten und können mit einem vergleichsweise wesentlich niedrigeren Aufwand an Pflanzenschutz angebaut werden. Zu empfehlen ist, auch die Triticalebestände laufend auf einen eventuellen Befall an Schadorganismen zu kontrollieren und gegenbenenfalls vorsorglich zu schützen. Im Zweifelsfall sollte ein fachkundiger Berater hinzugezogen werden.

Auf die folgenden möglichen Probleme sei besonders hingewiesen.



Nach oben

Ährenfusarium


Vor einigen Jahren hat es Probleme mit Ährenfusarium in Triticale gegeben. Hierzu sei zunächst auf folgendes hingewiesen:

Triticale wird häufig als abbauende Getreideart nach Weizen gesät. Dafür gibt es gute Gründe: Im Vergleich zu Folgeweizen bringt Triticale in der Regel bei geringerem Aufwand höhere Erträge, ist also wirtschaftlicher. Damals wurde oft aus Unkenntnis nicht für eine gründliche Verrottung der Stoppelrückstände gesorgt.

Häufiger noch als nach Weizen wird Triticale nach Mais angebaut. Mais wird - wie Schweizer Forscher herausgefunden haben - von bis zu 16 verschiedenen Arten von Fusarien befallen. Deshalb ist bei Vorfrucht Mais noch viel stärker auf die sorgfältige Verrottung der Rückstände zu achten.

Untersuchungen belegen, daß Fusarium graminearum maßgeblich für die DON-Belastungen beim Getreide verantwortlich ist. Ausgehend von alten Mais- und Getreideresten am Erdboden können die Pilze mit Hilfe ihrer Sporten Weizen und Triticale befallen.



Nach oben

Auswuchs


Wie bei Roggen und Weizen (und sogar bei Gerste, wie das Jahr 2009 gezeigt hat) kann es witterungsbedingt auch bei Triticale zu Auswuchs kommen. Dabei wird im Korn Stärke in Zucker umgewandelt. Für die Verfütterung an Schweine bedeutet dies keine wesentliche Veränderung im Futterwert. Da die Gefahr von Pilzbefall besteht, sollte in der Schweinmast nicht mehr als 30 % Auswuchsgetreide verfüttert werden, an Sauen und Jungtiere besser keins. Auch sollte Auswuchsgetreide nur begrenzt an Wiederkäufer verfüttert werden. Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Auswuchs ist ein Kriterium, dem in der Neuzüchtung große Aufmerksam geschenkt wird. Nachdem die meisten neuen Sorten eine hervorragende Standfestigkeit besitzen, ist damit die Gefahr von Lager als Auslöser von Auswuchs und Pilzkrankheiten deutlich verringert. In einigen der ganz neuen Sorten sind Verbesserungen hinsichtlich der Auswuchsneigung erzielt worden, siehe Sorten . Nachdem die Methodik in der Züchtung auf Auswuchsresistenz verbessert wurde, ist mit weiterem Fortschritt zu rechnen.



Nach oben


Prüfung der Auswuchsfestigkeit neuer Zuchtstämme 



Nach oben

Weiter: Sorten



Nach oben