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Ertragsvergleich

Um die Erträge der beiden Arten Roggen und Triticale auf der Basis amtlicher Untersuchungsergebnisse zuverlässig zu vergleichen, wurden die Ergebnisse aller Landessortenversuche der Jahre 2007 bis 2013 in Deutschland ausgewertet und die jeweils ertragreichsten drei Sorten des Roggens und des Triticale verglichen.

In der Summe aller Ergebnisse der zurückliegenden 7 Jahre ergab sich:

1. In den ersten drei Jahren - 2007 bis 2009 - lagen die Erträge der besten drei Sorten des Roggens und der besten drei Sorten des Triticale etwa auf gleichem Niveau.

2. In den Jahren 2010 und 2011 ergab sich ein geringfügiger Vorteil zugunsten des Hybridroggens.

3. Im Jahr 2012 waren die Erträge sowohl des Triticale als auch des Hybridroggens so hoch wie noch nie zuvor: Mit jeweils 104,3 dt/ha in der Spitze brachten die drei besten Triticalesorten gleich hohe Erträge wie die drei besten Hybridroggen! Der Ertragsprung ist unter anderem - insbesondere beim Triticale - auf die Zulassung neuer, hochertragreicher Sorten zurückzuführen.

4. Im Jahr 2013 waren die Erträge der Hybridroggensorten noch etwas höher als im Vorjahr, die der Triticalesorten hingegen etwas niedriger. Der Ertragsvorsprung des Hybridroggens betrug 3,5 %, was nicht ausreicht, um die höheren Anbaukosten abzudecken; dank der erzielbaren höheren Preisse - siehe Märkte und Preise - ist der Anbau von Triticale wirtschaftlicher.

Siehe hierzu vergleich-7-jahre-alle-standorte.xlsx [12 KB]

Auf neue Sorten des Triticale, die in Deutschland bisher nicht zugelassen und deshalb in den Landessortenversuchen nicht geprüft, aber als EU-Sorten vertriebsfähig sind, wird hingewiesen auf der Seite Neue Sorten .

3. In der Praxis hat der Triticale - siehe ertragsvergleich.xlsx [15 KB] - den Roggen im Ertrag im Durchschnitt der letzten 5 Jahre um mehr als 20 % übertroffen!



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Zusammenfassung


Der Triticale ist im Kornertrag dem Hybridroggen im Durchschnitt aller Standorte ebenbürtig.

Die beiden Arten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Eignung für die verschiedenen Standorte sowie der Verkaufsmöglichkeiten vor Ort. Hierzu mehr unter Landessortenversuche in D .

Ähnliche Ergebnisse liegen aus Österreich vor, nachzulesen in Österreichische Bauernzeitung unter dem Titel

>> Triticale übertrifft Roggen <<

Siehe: http://www.bauernzeitung.at

Bei gleichen Erträgen ist der Anbau von Triticale wirtschaftlicher als der von Roggen, auch von Hybridroggen, und zwar aus folgenden Gründen:

> Die Anbaukosten sind beim Triticale etwas über 100 € je ha niedriger als beim Hybridroggen
siehe: Die Vorzüglichkeit des Triticale > für den Erzeuger

> die Wertigkeit des Triticale in der Verwertung des Ernteguts.
Eindeutig ist der Triticale in der Tierfütterung höherwertig einzustufen als der Roggen.
Das zeigt sich an der Entwicklung der Marktpreise ebenso wie in Berechnungen der Futterexperten. Kurz und bündig:

> Triticale ist im Preis etwa 10 % höher zu bewerten als der Roggen!

Kurzum:

> Der Anbau von Roggen ist nur dann wirtschaftlich wenn ein sicherer Absatz für den Bedarf der Mühlen vorhanden ist.

Siehe: Nutzen und Wert .

Weiter: Landessortenversuche in D



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