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Die Vorzüglichkeit des Triticale
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Aus gutem Grund hat Wolski - siehe Geschichte - sich der Züchtung von Triticale zugewandt. In Polen wurde wegen der vielen leichten Böden weitaus mehr Roggen angebaut als für die menschliche Ernährung benötigt wurde. Deshalb mußt der größte Teil des erzeugten Roggens verfüttert werden, obwohl Roggen für die Tierfütterung nicht so gut geeignet ist wie beispielsweise Weizen oder Gerste. Die Zielsetzung war klar:



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Triticale ist die bessere Alternative zu Roggen


Ähnlich wie vor drei Jahrzehnten ist heute - abgesehen von Ausnahmejahren - die Marktlage in Deutschland: Von den alljährlich erzeugten ca. 3 Mi. t Roggen wird weniger als 1 Mio. t für die Herstellung von Brot benötigt. Der Rest wird - wenn er nicht im eigenen Betrieb vererdelt wird - zwar von der Mischfutterindustrie und den Ethanolerzeugern aufgenommen, aber nur dann, wenn die Preise im Vergleich zu anderen Getreidearten (einschließlich Triticale) niedriger sind. Das Überangebot an Roggen im allgemeinen drückt in der Mehrzahl der Jahre auch die Preise für Brotroggen im speziellen.

Tatsächlich ist der Anbau von Roggen nur in den Gegenden interessant, in denen guter Roggen von den Mühlen gefragt ist.

Triticale ist im Markt bekannt und gefragt. Vielfach wird davon ausgegangen, daß Roggen auf den "eigentlichen Roggenstandorten" anbausicherer ist - das stimmt aber nur bedingt: Die aluminiumtoleranten Triticalesorten (hierzu mehr unter Neue Sorten ) haben sich auch auf Trockenstandorten bestens bewährt und sind auch dort anbausicher und ertragreich. Exakte Vergleiche finden Sie unter Landessortenversuche in D .

Triticale nimmt mit ca. 375.000 ha Anbaufläche nach Weizen, Gerste und Roggen den 4. Platz unter den Getreidearten in Deutschland ein, nicht zuletzt aufgrund seiner stabilen Erträge, die

> im Durchschnitt der vergangenen 24 Jahre 16,6 % höher als die von Roggen
> im Durchschnitt der letzten 5 Jahre - sogar 21,9 % höher als die von Roggen

lagen. Siehe: Erträge in Deutschland .

Selbst auf Weizen-Standorten wird Triticale gern als abbauendes Getreide ausgesät, weil viele Landwirte die Erfahrung gemacht haben, daß er als Folgefrucht nach Weizen auf vielen Standorten mit weniger Aufwand einen besseren Deckungsbeitrag ermöglicht als Weizen nach Weizen.

Kein Wunder, daß sich die Getreidezüchter verstärkt der Züchtung von Triticale zuwenden: Triticale steht immer noch ganz am Anfang seiner Karriere und hat eine vielversprechende Zukunft .


Weiter: Erträge in Deutschland



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