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DANKO Pflanzenzucht

Gründung und erste Anfänge


Gründer der Firma DANKO Pflanzenzucht war Aleksander Janasz, Sohn eines Gutsbesitzers in Płochocin westlich von Warschau. Er hatte das Gymnasium in Berlin mit dem Abitur abschlossen und anschließend Landwirtschaft auf dem Politechnikum in Berlin-Charlottenburg studiert. Nach der praktischen Ausbildung auf dem Gut seines Onkels machte er sich als Landwirt selbständig, indem er im Jahre 1878 den etwa 400 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb in Danków etwa 50 km südlich von Warschau kaufte.

Im Jahre 1880 begann A. Janasz, Winterweizen zu selektieren. Die politische Lage in Polen war damals denkbar ungünstig: Die Region gehörte – nach der dritten Teilung Polens und den Entscheidungen des Wiener Kongresses – zu „Kongreßpolen“, also zu Rußland, das eigenen Entwicklungen in Polen höchst skeptisch gegenüberstand.


 

Aleksander Janasz



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1885 wurde das Zuchtprogramm um Winterroggen und Zuckerrüben erweitert. A. Janasz entwickelte zukunftweisende Zuchtmethoden und schuf Sorten von außergewöhnlicher Bedeutung.

A. Janasz, der als "Einzelkämpfer" begonnen hatte, gelang es, seine 7 Kinder für die Pflanzenzüchtung zu begeistern und das Unternehmen mit Hilfe der Mitglieder seiner Familie zu dem in Polen bedeutendsten Unternehmen der Pflanzenzüchtung auszubauen und die führende Stellung bei Weizen, Roggen und Zuckerrüben zu erlangen.



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Blütezeit


Nach 1918 erfuhr das Unternehmen einen sagenhaften Aufschwung: Bei Zuckerrübensamen stieg die Erzeugung von 100 t auf 3.000 t - die Sorte AJ 1 war mit Abstand die beste Sorte in Polen, fand viel Interesse in Süd- sowie Südosteuropa, wurde sogar bis in die USA und die Mandschurei exportiert. Die Weizen- und Roggensorten von A. Janasz waren die erfolgreichsten in ganz Polen.

A. Janasz baute ein Netz von Zucht- und Prüfstellen sowie Saatgutbetrieben auf und zählte 1939 zu den führenden Zuchtunternehmen Europas mit internationalen Kontakten in Forschung und Entwicklung mit der gesamten zivilisierten Welt.



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Schwierige Zeiten


Im 2. Weltkrieg litt das Unternehmen erheblich. Sorten aus Deutschland wurden von den Besatzern gefördert, insbesondere bei Zuckerrüben. Da die winterharten polnischen Getreidesorten für die Sicherstellung der Versorgung unverzichtbar waren, konnte die Getreidezüchtung weiterarbeiten und sogar einige große Erfolge verzeichnen.

Nach 1945 wurden alle Betriebe verstaatlicht und völlig neu strukturiert. Maria Wolska, eine Tochter des Firmengründers, übernahm die Getreidezüchtung, unterstützt durch ihren Sohn Tadeusz Wolski, der 1948 Zuchtleiter wurde. Dessen überragenden Kenntnissen, Fähigkeiten, Schaffenskraft und unermüdlichem Fleiß sowie der Wiederaufnahme der internationalen Beziehungen ist eine große Zahl hervorragender Roggen- und Weizensorten sowie die Praxistauglichkeit des Triticale zu verdanken. Eine besondere Fähigkeit Wolskis war es, sich hoch begabte und sehr engagierte Mitarbeiter heranzuziehen sowie seine Kenntnisse an diese weiterzugeben. So konnte nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden aus der aktiven Pflanzenzüchtung um die Jahrtausendwende das von ihm begonnene Werk fortgeführt und weiter ausgebaut werden.



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Neue Blüte


Heute ist die Danko Pflanzenzucht der führende Getreidezüchter in Polen mit einem Marktanteil von 38 % insgesamt, wobei Wintertriticale (65 %), Sommertriticale (64 %), Hafer (44 %), Roggen (43 %), Sommerweizen (28 %) und Winterweizen (32 %) die bedeutendsten Arten sind. Wie die einzelnen Sorten positioniert sind, siehe marktanteildankoinpolen2011.xlsx [15 KB]

Die Entwicklung der Danko Pflanzenzucht von kleinsten Anfängen zu ihrer heutigen Bedeutung im In- und Ausland ist faszinierend. Eine ausführliche Darstellung findet sich unter125jahredankopflanzenzucht.doc [61 KB]

Die Website der Saatzucht Danko findet sich unter: http://www.danko.pl

Weiter: Tadeusz Wolski



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