Startseite
Neu
Die Vorzüglichkeit des Triticale
Wert
Märkte und Preise
Nutzen
Neue Sorten
Erträge
Anbau
Wissen
Geschichte
    DANKO Pflanzenzucht
    Tadeusz Wolski
       Jugend und Ausbildung
       Die züchterischen Leistungen
       Die Erfolge als Wissenschaftlicher
       Die "Schule Wolski"
       Die Persönlichkeit T. Wolski
Zukunft
Erntedank
Literatur
Kontakt
Impressum
Sitemap

Die Erfolge als Wissenschaftlicher

Tadeusz Wolski hatte sich bereits während seiner Studienzeit für die für ihn wichtigsten zwei Themen interessiert: Die praktische Pflanzenzüchtung und deren Grundlagen: Die Genetik.

Während er weltweit Berühmtheit als Pflanzenzüchter erlangte – insbesondere dank des Durchbruchs, den er beim Triticale erzielte – ist sein Wirken als Wissenschaftler nur in Fachkreisen bekannt. Er hat uns hoch interessante Erkenntnisse über Genetik und Theorien in der Pflanzenzüchtung vermittelt, die auch heute noch Geltung haben.



Nach oben

Roggen


Mit seiner Promotionsarbeit „Studien über die Inzucht bei Roggen“ erlangte er im Jahre 1967 seinen Doktortitel und wurde im gleichen Jahr zum Dozenten am Institut für Pflanzenzüchtung und Akklimatisation (IHAR) berufen. Dies war der Anfang einer Reihe von Veröffentlichungen, die Wolski uns hinterlassen hat über Genetik und Kombinationsmöglichkeiten bei Roggen und letztendlich deren Umsetzung in die Praxis, die er in der Züchtung der berühmten Roggensorte Dańkowskie Złote sowie einer Reihe erfolgreicher Folgesorten benutzt hatte. Die von ihm angewandten Methoden hat er in späteren Veröffentlichungen sehr genau beschrieben.



Nach oben

Weizen


Auch in Polen ist Weizen die wichtigste Getreideart. Die Forschungsarbeiten Wolskis konzentrierten sich auf Verbesserung der Qualität, Erhöhung der Standfestigkeit und natürlich Verbesserung der Erträge. Die Abhandlung „Winter Wheat Breeding in Poland“ aus dem Jahre 1962, die er zusammen mit J. Kostecki verfaßt hatte, war richtungsweisend. Es war ihm vergönnt gewesen, die in den Untersuchungen gewonnenen und in der Veröffentlichung beschriebenen Erkenntnisse auszuwerten und neue Sorten zu züchten, die den veränderten Bedingungen gerecht wurden. Besonders sei darauf hingewiesen, daß er aufgrund seiner Kenntnisse die Qualität des Sortenspektrums in Polen wesentlich verbessern konnte. Ihm ist zu verdanken, daß das Qualitätsniveau der Weizensorten aus Polen dem in anderen Ländern ebenbürtig ist.



Nach oben

Triticale


Waren nicht die zwei als Grundnahrungsmittel bedeutendsten Getreidearten genug, um deren Genetik zu erforschen und die Erkenntnisse in die praktische Züchtung umzusetzen? Nicht für Tadeusz Wolski! Roggen – damals die zweitwichtigste Art in Polen – gab es – trotz unzureichender Getreideernten – mehr als genug: Etwa ein Drittel wurde für die Herstellung von Brot benötigt, während die restlichen zwei Drittel verfüttert wurden - besser gesagt - werden mußten; denn in der Tierfütterung hat der Roggen seine Grenzen in den in ihm enthaltenen Bitter- und Schleimstoffen, die der Futteraufnahme und damit dem Anteil in der Futtermischung Grenzen setzen. Ein für die Tierfütterung besser geeignetes Getreide, das so anspruchsvoll und für die leichten Böden geeignet wie Roggen war, gab es nicht – wurde aber dringend benötigt.

In der Theorie sprach alles für Triticale – nur hatten viele Wissenschaftler fast 100 Jahre lang versucht, die Idee zu verwirklichen, die Genügsamkeit des Roggens mit der Ertragsfähigkeit des Weizens zu kombinieren, nur keinen Erfolg gehabt. Dank seiner tiefen Kenntnisse der Genetik war es Wolski möglich, die von der Natur vorgegebenen Probleme der Kreuzung zweier Arten - die Sterilität - zu überwinden. Die Umsetzung der theoretischen Kenntnisse in die Praxis bei der Kreuzung von Weizen mit Roggen war die geniale Leistung von Tadeusz Wolski. Über die Grundlagen dieser Zuchtrichtung, die Zuchtziele, die Probleme und deren Überwindung sowie die Zukunftsaussichten des Triticale hat Wolski seine meisten Veröffentlichungen verfaßt. Ein Teil seiner Erkenntnisse und Überlegungen sind noch heute nicht nur gültig, sondern richtungsweisend und für Züchter und Vermarkter lesenswert.



Nach oben

Ehrungen










Nicht nur für seine Erfolge in der Pflanzenzüchtung – allerdings auch für diese - sowie die Ergebnisse seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Forscher erhielt Tadeusz Wolski viele Auszeichnungen, so wurde er


 

Prof. Dr. Tadeusz Wolski



Nach oben

> Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften,
> Mitglied der Königlichen Akademie für Landwirtschaft und Forsten in Schweden,
> Mitglied der französischen Akademie für Landwirtschaft.
> Vorsitzender der Züchtungsgemeinschaft der Roggenzüchter in Polen,
> Mitglied des Komitees für Physiologie, Genetik und Pflanzenzucht der polnischen Akademie der Wissenschaften,
> Wissenschaftlicher Rat bei IHAR, dem Institut für Pflanzenzüchtung und Akklimatisation.

Wir verdanken ihm mehr als 100 wissenschaftliche Publikationen. Er schrieb – übrigens nicht nur in polnischer, sondern auch in englischer Sprache – in einem exquisiten Stil und formulierte dank seines analytischen Verstands höchst präzis. Seine Vorlesungen waren sehr begehrt und beliebt – trug er doch sein theoretisches Wissen höchst praxisorientiert vor.

Es ist nicht im geringsten übertrieben zu behaupten, daß Tadeusz Wolski – dank seiner fundierten Kenntnisse der Genetik – eins der faszinierendsten Abenteuer in der Pflanzenzüchtung erfolgreich in die Praxis umgesetzt hat.


Weiter: Die "Schule Wolski"



Nach oben