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Eine Schnapsidee?

Begeistert waren alle, die ihn getrunken haben: Den unter dem Motto "Triticale in seiner schönsten Form" für Werbezwecken aus Triticale gebrannten Schnaps Marke "Sickinger Weizroggen". Bereits vor mehr als 20 Jahren gewannen wir die Erkenntnis, daß der Triticale sich dank seiner hohen Enzymaktivität in Verbindung mit dem sehr hohen Stärkegehalt hervorragend für die Herstellung von Alkohol eignet, auch, daß die Ausbeute an Alkohol höher ist als bei anderen Getreidearten.

Seitdem wurden die Eigenschaften des Triticale für die Herstellung von Alkohol bzw. Ethanol - was das gleiche ist - wissenschaftlich untersucht mit den folgenden Ergebnissen:


Stärkegehalt

Ein möglichst hoher Stärkegehalt ist eins der wesentlichen Kriterien für die Rentabilität der Ethanolerzeugung. Wie bereits vorher unter Inhaltsstoffe beschrieben, zeichnet sich der Triticale - ebenso wie der Weizen - durch einen höheren Stärkegehalt als Roggen und Gerste aus. Weizen ist ein vergleichsweise teurer Rohstoff, dessen Erzeugung hohe Ansprüche an Boden und Wasserversorgung stellt. Hingegen können Roggen und Triticale in ertragsschwachen Lagen preiswerter als Weizen erzeugt werden.



Pentosangehalt

Triticale zeichnet sich gegenüber dem Roggen durch einen deutlich niedrigeren Gehalt an Pentosanen aus, die bei der Verarbeitung zu Alkohol zu Verschleimungen führen können, so daß bei der Ethanolerzeugung aus Roggen Enzyme zur Verhinderung der Verschleimung beigegeben werden müssen. Aufgrund der nicht erforderlichen Kosten für die Enzyme sowie der höheren Ausbeute ist die Erzeugung von Ethanol aus Triticale billiger.



Enzymaktivität

Enzyme spielen eine große Rolle bei der Herstellung von Ethanol. Alle Getreidearten haben einen gewissen Anteil an eigenen Enzymen; man nennt sie autoamylotische Eigenschaften. Der Triticale zeichnet sich unter allen Getreidearten durch einen sehr hohen AAQ (autoamylotischen Quotient aus).

Die hohen Aktivitäten der stärkeabbauenden Enzyme sprechen für den bevorzugten Einsatz von Triticale für die Erzeugung von Ethanol.



Zusammenfassung

Es war eben doch keine Schnapsidee:

> Der hohe Stärkegehalt des Triticale,
> der im Vergleich zum Roggen niedrigere Pentosangehalt
> die hohe Enzymaktivität des Triticale

sind die Merkmale, die den Triticale für die Erzeugung von Ethanol vor allen anderen Getreidearten auszeichnen.

Es laufen Forschungsprogramme, die die Kriterien eingehend beleuchten. Diesen soll hier nicht vorgegriffen werden, so daß an dieser Stelle zur Zeit nicht weiter in die Tiefe gegangen wird.

Beim Anbau von Triticale für die Ethanolerzeugung sollten die Sorten besondere Berücksichtigung finden, die sich aufgrund von amtlichen Prüfungen hierfür besonders eignen. Da das Bundessortenamt bisher keine Qualitätsuntersuchungen bei Triticale vornimmt, kann auf die Ergebnisse in Polen zurückgegriffen werden. Für weitere Informationen fragen Sie bitte unter Kontakt


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