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Biogas


Die Erzeugung von Biogas ist - dank der derzeitigen besonderen Förderung - ein schnell wachsender Wirtschaftszweig. Dank seines hohen Ertrags an Biomasse in Verbindung mit der perfektionierten Anbautechnik dominiert der Mais bei den meisten Biogas-Erzeugern. Aus verschiedenen Gründen

> Auflockerung der Fruchtfolge
> Entzerrung der Bestell- und Erntearbeiten
> Verteilung des Anbaurisikos

sind Alternativen zum Mais gesucht. Auch die EEG-Novelle 2012 sieht vor, daß eine stärkere Diversifizierung der in Biogasanlagen eingesetzten Kosubstrate anzustreben ist.



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Ganzpflanzen-Triticale für Biogas


In einem dreijährigen Versuch (Ernte 2009 - 2011) wurden an vier sehr unterschiedlichen Standorten von den Landwirtschaftskammern in vier verschiedenen Bundesländern (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen) die Ganzpflanzenerträge verschiedener Getreidearten in Exaktversuchen ermittelt mit dem folgenden Ergebnis:

1. Wintertriticale besaß an 3 von 4 Standorten das größte Ertragspotential,
2. Winterroggen wies vor allem bei Trockenheit stabilere Erträge auf,
3. Die Winterroggen/-triticale-Mischung war von den geprüften Artenmischungen am ertragsstärksten.

Quelle: Roland Bischof, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Dornburg: Optimierung des Anbauverfahrens Ganzpflanzengetreide, inklusive Arten- und Sortenmischungen für die Biogasproduktion

Der Ordnung halber sei darauf hingewiesen, daß der genannte Versuch mit herkömmlichen - auf hohen Kornertrag gezüchteten - Sorten durchgeführt wurde, wobei berichtet wird, daß die Unterschiede zwischen den einzelnen geprüften Sorten (der drei Getreidearten Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale) einen geringeren Einfluß auf die Erträge hatte als die Artenwahl.

Verbesserungen sind zu erwarten durch



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Gezielte Züchtung von Biogas-Triticale-Sorten


Die Entwicklung neuer Sorten von der ersten Kreuzung bis zur Marktreife nimmt 10 - 15 Jahre in Anspruch, so daß erst nach Ablauf einiger Jahre mit speziellen Sorten für die Biogas-Erzeugung zu rechnen ist.

Außerhalb Europas - z.B. in den USA, Kanada und auch in China - werden großartige Erfolge in der Züchtung oktoploider, primärer Triticale (der Begriff ist erläutert unter Züchtung ) erzielt, die sich für die Verfütterung der ganzen Pflanzen an Rinder hervorragend eignen: Frisch, als Silage oder in Form von Heu. Es wird berichtet, daß diese Sorten im Vergleich zu herkömmlichen Futterpflanzen deutliche Vorteile bieten.

Die außerordentlich große Bio-Diversität beim Triticale, die auf der - im Vergleich zu anderen Kulturarten - riesigen Auswahl an Genen (nämlich von den zwei unterschiedlichen Getreidearten Weizen und Roggen) basiert, läßt einen Ertragssprung neuer, gezielt auf Biomasse gezüchteter Getreidesorten erwarten.



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