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Die Vorzüglichkeit des Triticale
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Zuchtziele

Im Jahr 1982, als er seine erste Triticalesorte LASKO für die Saatgutproduktion freigab, mit damals gerade 10 Jahren Erfahrung in der Entwicklung eigener Triticalesorten, präzisierte Wolski die folgenden Zuchtziele, die heute noch ihre Gültigkeit haben und über deren aktuellen Stand hier berichtet wird:



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Ertrag und Anpassungsfähigkeit


Für den Ackerbauern ist der Kornertrag die wichtigste Eigenschaft. Deshalb sind alle Pflanzenzüchter ständig bestrebt, immer ertragreichere Sorten bereitzustellen.

Mit der fortlaufenden Entwicklung neuer Sorten sind die Kornerträge von Triticale ständig gestiegen, und zwar signifikant stärker als die von Roggen, ja sogar die vom Hybridroggen. Das geht ganz klar aus den Berichten des polnischen Sortenamtes hervor. Während in den Anfangsjahren von 1979 bis 1985 der Triticale dem Roggen im Ertrag noch leicht unterlegen war, lag er in den darauffolgenden 15 Jahren - von 1985 bis 1999 - etwa auf gleichem Ertragsniveau. Danach überholte der Triticale den Roggen, so daß er in den zurückliegenden 11 Jahren von 2001 bis 2011 regelmäßig deutlich höhere Erträge brachte. Im Jahr 2005 erfolgte der ganz große Durchbruch: Der Triticale brachte um 18,5 % höhere Erträge als der Roggen. Dieser Ertragsvorsprung findet sich in den zurückliegenden 5 Jahren von 2007 bis 2011 bestätigt: Der Triticale brachte im Durchschnitt dieser Jahre 18,6 % höhere Erträge als der Roggen, obwohl in dieser Zeit immer mehr neue Hybridroggen in den Versuchen standen!

Quintessenz:

> Triticale ist der beste Hybrid mit Roggen!

Die unglaubliche Dynamik der Ertragsfortschritte geht aus den offiziellen Versuchsergebnissen des polnischen Sortenamtes COBORU hervor: Siehe durchschnittsertrag-des-durchschnitts-der-tri.xlsx [14 KB] .

Mit einem derartigen Erfolg des Triticale hat niemand auch nur im entferntesten gerechnet!



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Standfestigkeit


Sicher gute Ernten einfahren
ist mit den neuen Triticalesorten kein Problem. Sie verfügen über eine gesunde Halmbasis, haben eine ausreichende Halmwanddicke, sind enorm biegsam und elastisch sowie wenig anfällig für die Halmbruchkrankheit. So ist es eine Freude, die neuen, sehr kurzen Triticalesorten zu enten!



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Triticale GRENADO: kurz und standfest 



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Winterfestigkeit

Die Komponente hexaploider Hartweizen, den es nur als Sommerform gibt, war der Grund dafür, daß die ersten Triticalesorten nicht richtig winterhart waren, was in den östlichen Gebieten manchmal nach strengen Wintern sichtbar wurde. Im Laufe der Jahre wurde - dank strenger Selektion in Kühlkammern ebenso wie im Freien - die Winterfestigkeit voll hergestellt. Dies gilt ganz besonders für die im rauen Klimas Polen gezüchteten Sorten.


 

Auslese auf Winterfestigkeit



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Auswuchsfestigkeit

Wie bei Weizen und insbesondere bei Roggen kann in ungünstigen Jahren auch bei Triticale Auswuchs auftreten. Da Triticale in erster Linie ein Futtergetreide ist und Auswuchs in der Regel nicht zu Verlusten des Futterwerts führt, sollte dieses Problem nicht überbewertet werden. Über die Fütterungseigenschaften auch von ausgewachsenem Triticale erfahren Sie mehr unter Nutzen .

In der Züchtung wird intensiv daran gearbeitet, die Auswuchsfestigkeit zu verbessern. Obwohl die Arbeit sehr aufwendig, zeitraubend und äußerst mühevoll ist, zeigen sich bereits erste Erfolge bei einigen Neuzüchtungen. Lesen Sie mehr unter Neue Sorten .


 

Prüfung der Auswuchsfestigkeit neuer Zuchtstämme



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Resistenzen gegen Krankheiten

Die Sorte LASKO, die Anfang der 80-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Erfolgsgeschichte des Triticale in Deutschland einleitete, begeisterte die Praktiker durch ihr gesundes Blattwerk mit einem herrlich frischen Grün: Die Bestände blieben bis zur Ernte praktisch frei von Krankheiten - das war sensationell!

Mit der größeren Verbreitung, den steigenden Erträgen und den damit verbundenen höheren Düngegaben wurden auch zunehmend Krankheiten im Triticale beobachtet: Mehltau, Braunrost, Blattseptoria und Gelbrost.


 

Mehltau



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Schon zu Beginn der Triticalezüchtung hatten die erfahrenen Züchter mit dem Auftreten von Krankheiten auch beim Triticale gerechnet und in der Neuzüchtung fortlaufend auf Resistenzen und Toleranzen geachtet, so daß nach dem ersten Auftreten von Krankheiten neue, gesündere Sorten an den Markt kamen - das ist der ewige Kampf des Züchters gegen die Naturgesetze! Grundsätzlich aber gilt auch heute noch, daß der Triticale gesünder als der Roggen und sehr viel gesünder als der Weizen ist und deshalb mit einem merklich niedrigerem Aufwand an Pflanzenschutz zu höchsten Erträgen geführt werden kann.


 

Braunrost



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Aluminium-Toleranz


Auf sauren Böden nehmen die Pflanzen verstärkt Aluminium auf, was bei anfälligen Sorten zu erheblichen Ertragsausfällen führen kann. Eine allgemein anerkannt gute Aluminiumtoleranz besitzt der Roggen. Triticale gilt als die für Aluminium nächst tolerante Getreideart. Diese Eigenschaft ist durch die Züchter bei einigen Sorten optimiert worden, so daß manch neuere Sorte in dieser Eigenschaft dem Roggen ebenbürtig ist. Hierzu mehr unter Neue Sorten .



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Kornqualität

Bei Triticale gelten als wsentliche Qualitätsmerkmale:

Schüttgewicht. Es sollte wenigstens 65 kg betragen. Niedrigere Werte deuten auf schlechte Kornausbildung und ungünstige Kornstruktur hin.

Proteingehalt. Für die Tierfütterung ist der hohe Proteingehalt der meisten Triticalesorten besonders wertvoll.
Für die Erzeugung von Ethanol hingegen ist ein niedriger Proteingehalt gefragt, den einige spezielle Triticalesorten bieten.

Stärkegehalt. Triticale hat im allgemeinen einen sehr hohen Stärkegehalt, vergleichbar mit dem des Weizens und mit großem Abstand höher als dem des Roggens. Das macht den Triticale sowohl für die Tierfütterung als auch für die Ethanolherstellung so wertvoll.



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Triticale Korn 



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