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Die Vorzüglichkeit des Triticale
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Zukunft

Ehe wir uns mit der Zukunft beschäftigen, schauen wir uns noch einmal kurz die Entwicklung und das bisher Erreichte an. Die Anbaufläche von Triticale in Deutschland ist bis zum Jahr 2002 kontinuierlich auf bis zu 580.000 ha gewachsen, danach langsam aber doch stetig zurückgegangen und hat sich auf einem Niveau von 400.000 ha - etwa 6 % der Anbaufläche von Getreide - gefangen. Siehe anbauflaechen.d.xlsx [14 KB]

An den Erträgen kann der Rückgang der Anbauflächen nicht seine Ursache haben: Ertragspotential und Ertragssicherheit sind hervorragend. Siehe ertragsvergleich.xlsx [15 KB]

An den Absatzmöglichkeiten liegt es auch nicht: Auch im Jahr 2002 - dem Jahr mit der bisher bedeutendsten Anbaufläche - war bis zum Eintreffen der neuen Ernte die alterntige Ware restlos ausverkauft; die Mischfutterindustrie hat in jenem Jahr über 1 Mio t Triticale verarbeitet, fast drei mal so viel wie in der zurückliegenden Saison. Siehe rohstoffeinsatz.pdf [96 KB] (Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Struktur der Mischfutterhersteller 2010).

Wie groß die Möglichkeiten im Markt sein können, zeigt ein Blick nach Polen. Dort hat - bei einer etwa gleich großen Gesamt-Getreidefläche wie in Deutschland - der Triticale in den letzten 12 Jahren unermüdlich zugelegt und eine Anbaufläche von mehr als 1,4 Mio ha erreicht, das sind 17 % der gesamten Anbaufläche von Getreide ohne Mais). Damit war die Anbaufläche von Triticale in Polen seit dem Jahr 2009 größer als die von Roggen. Siehe anbauflaechen.pl.xlsx [15 KB]



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Die Chancen


Dank der

> Anspruchslosigkeit und Anpassungsfähigkeit im Anbau,
> hohen Ertragsfähigkeit auf leichten bis mittleren Böden,
> sehr guten Eigenschaften in der Fütterung

hat der Triticale auch in Deutschland gute Aussichten, einen Anteil an der gesamten Getreidefläche von 10 % und mehr zu erreichen.

Um diese Chancen zu nutzen, gilt es, folgendes zu beachten:



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Ertragspotential voll ausschöpfen


Unter den derzeitigen Marktbedingungen ist es hoch wirtschaftlich, auch den Triticale intensiv zu höchsten Erträgen zu führen. Deshalb gilt es

> die Sortenentwicklung zu beobachten und die aktuell gesunden, standfesten und
hochertragreichen Sorten auszuwählen und gutes Z-Saatgut auszusäen,

> das Saatbett sorgfältig vorzubereiten, insbesondere auch Strohreste deer Vorfrucht gut mit dem Boden zu vermischen,

> die Bestände während der Vegetationszeit zu beobachten sowie Schädlinge und
Krankheiten entsprechend den Empfehlungen der Fachberatung zu bekämpfen.



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Zusätzliche Möglichkeiten


Eine weitere Ausdehnung der Anbaufläche des Triticale wird möglich sein, wenn

> die Gewinnung von Ethanol aus Getreide in großem Stil anläuft,

> zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten gefunden werden.

Im übrigen setzt die Züchtung ihre intensive Arbeit fort; das berechtigt zu den folgenden



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Zukunftsgedanken


Die Triticalezüchtung hat in vergleichsweiser kurzer Zeit großartige Erfolge erzielt. Das erfüllt nicht nur mit Stolz, sondern berechtigt vielmehr zu noch größeren Hoffnungen. Dank des dreifachen Genpools von Hart- und Weichweizen sowie Roggen sind die Kombinationsmöglichkeiten bedeutend vielfältiger als bei anderen Getreidearten.

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